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Strategietagung des Eine-Welt-Netzes NRW
Den Blick nach Vorn gerichtet hatte das Eine-Welt-Netz NRW auf seiner Strategietagung Ende September. „Gemeinsam für eine gerechte und nachhaltige Entwicklung – „Wie stellt sich NRW auf?“ lautete das Motto der zweitägigen Konferenz in der evangelischen Akademie Villigs in Schwerte an der Ruhr. Aktive aus Nordrhein-Westfalen diskutierten über die Möglichkeiten, die sich aus dem Beschluss des Landtags zur Unterstützung der Global Marshall Plan Initiative und der Millenniumsziele (www.globalmarshallplan-duesseldorf.de) für die Gestaltung lokaler Arbeit ergeben.
Jens Martens vom Global Policy Forum Europe (www.globalpolicy.org) referierte über den Stand der Umsetzung bei den Millenniumentwicklungsszielen. In einzelnen Punkten, etwa bei der Geschlechtergerechtigkeit in Ruanda oder der Armutsentwicklung in China, seien Fortschritte zu verzeichnen, in anderen Regionen oder bei anderen Zielen verliefe die Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung. 100 Milliarden US-Dollar jährlich würden zusätzlich gebraucht, wolle man die Ziele erreichen, Aufgebracht werden müssten sie durch internationale Abgaben. Die Verwendung sei so zu organisieren, dass die Gelder nicht in korrupte Kanäle versickerten.
„Wie kann Zivilgesellschaft Entwicklung fördern?“ war die zentrale Frage einer Podiumsdiskussion. In seltener Einmütigkeit machten NRW-Arbeitgeberpräsident Horst-Werner Maier-Hunke und der DGB-Vorsitzender in Nordrhein-Westfalen, Guntram Schneider, darauf aufmerksam, dass „Eine-Welt-Politik“ in der öffentlichen Wahrnehmung ein Randthema sei.
Ohne die Verbindung zur eigenen Situation seien breite Kreise nicht fürs Thema zu interessieren, wies Schneider auf die soziale Spaltung in Deutschland hin: „Wir müssen die Frage aufwerfen, was bedeutet soziale Marktwirtschaft hier und heute.“ Sonst bliebe der notwendige Handlungsdruck für die Politik aus. Aus unternehmerischer Sicht sei Subsahara-Afrika uninteressant“, sah Maier-Hunke wenig Perspektive für ein Engagement von Unternehmen. In den Rankinglisten seien die betreffenden Länder nur am Ende zu finden.
Es gäbe durchaus positive Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit Unternehmen, Dr. Ulrich Möller, Dezernent der Evangelischen Kirche Westfalen, machte etwas Hoffnung. Auch die Landespolitik sei besser als man gelegentlich denke. Allerdings müssten sich alle Ressorts mit den Fragen befassen: „Entwicklungspolitik muss Querschnittsthema werden“. Als Beitrag seiner Kirche kündigte er eine Studie zu Ökologie und Sozialer Marktwirtschaft an, die im kommenden Frühjahr veröffentlicht werden soll.
Die Bürger könnten das Land an den im vergangenen Jahr verabschiedeten Entwicklungspolitischen Leitlinien messen, legte Hans-Christoph Boppel, Referatsleiter für Entwicklungspolitik, die Messlatte auf. Öffentliche Wahrnehmung vergrößere dabei den Handlungsspielraum der Verantwortlichen, wies er darauf hin, dass „Druck“ seitens der Zivilgesellschaft auch vorteilhaft für Verwaltungen sein könne.
Die Konferenz machte deutlich, wie wichtig parteiübergreifende Zusammenarbeit gerade bei diesem Thema ist. Anerkennend zur Kenntnis genommen: Auch die FDP ist mit dabei. Nicole Maldonado aus Bonn vertrat die Projektgruppe “Entwicklungspolitik” im Landesfachausschuss Internationale Politik. Mehrmals wurde ausdrücklich hervorgehoben, welche gute Basis der Landtagsbeschluss für gemeinsame Arbeit in der Zukunft darstellt. Jetzt kommt es darauf an, die Möglichkeiten auf den verschiedenen Ebenen zu nutzen.
- 7. Oktober 2008
- Kategorie: Allgemein
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Zu Gast bei Muhammad Yunus
Im August besuchten Nicola Tofaute und Dirk Sander Bangladesch. Lernen von Muhammad Yunus und seiner Bank für Arme war ihr Ziel. „Lässt sich mit Mikrokrediten auch in reichen Ländern Selbständigkeit fördern?“, ihre Frage. Die Berichte wurden uns freundlicherweise von der Internetplattform changeX.de zur Verfügung gestellt.
Bangladesch war auch der Beginn einer außergewöhnlichen Partnerschaft für Entwicklung. Lesen Sie dazu auch folgenden Erfahrungsbericht von Dirk Sander.- 30. September 2008
- Kategorie: Allgemein
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Ökosoziales Forum nimmt Arbeit auf
Am 1. September hat das Ökosoziale Forum Deutschland (ÖSF) seine Arbeit aufgenommen. In den nächsten Tagen erhalten die über 50 Gründungsmitglieder ihre erste Mitgliederinformation. Unser Konzept ein Forum zu schaffen, welches das Ökologische mit dem Sozialen in einer gestalteten Marktwirtschaft verbindet und dringenden Handlungsbedarf für eine zukunftsfähige Gesllschaft anmahnt, stößt bereits jetzt auf großes Interesse.
Ein erster Newsletter informiert in der kommenden Woche über anstehende Termine und Veranstaltungen. Vom 19. bis 21. September trifft sich der Bundesvorstand in Düsseldorf. Aufgaben und Zuständigkeiten werden verteilt, die Zusammenarbeit und Kommunikation strukturiert und eine erste Handlungsstrategie erarbeitet.
- 2. September 2008
- Kategorie: Allgemein






