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Atomenergie: Teurer geht’s kaum
Eines Studie unserer Partnerorganisation FÖS (Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft), die im Auftrag von Greenpeace e
rstellt wurde, untersucht die öffentlichen Ausgaben für die Atomwirtschaft. Dabei kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass seit 1950 über 165 Mrd. Euro reale Fördermittel in die Atomenenergie investiert wurden. Hinzu kommen bereits heute bekannte zukünftige Kosten von mindestens 92,5 Milliarden Euro. Doch selbst diese Zahlen ergeben noch kein Gesamtbild des Subventionsdesasters. Das FÖS taxiert die Summe noch viel höher, da die “externalisieren Kosten” noch nicht eingerechnet seien. Dazu gehören etwa Krankheitskosten für Menschen, die in unmittelbarer Nähe von Kernkraftwerken leben, die Degradierung der Umwelt oder die fehlende Haftungim Falle eines Atom-GAUs.Erstmals liegt mit dieser Studie eine umfassende Bilanzierung der staatlichen Atomsubventionen vor. Der von der Atomindustrie und den “Big Four” Eon, RWE, Vattenfall und EnBW mit Millionen an PR-Geldern öffentlich inszenierte und gepflegte Mythos von der “billigen” Kernenergie sollte damit endültig aus den Sprechblasen der Politiker entfernt werden, die Atomenergie nach wie vor für unverzichtbar erklären. Würde die Atomkraft zur “subventionsfreien Zone” erklärt und dazu sämtliche bereits abgeschriebenen, aber noch mit großem Profit laufenden Kernkraftwerke abgeschaltet, wäre die “billige und saubere” Atomkraft mit einem Schlag erledigt. Andre Böhling, Energieexperte von Greenpeace, erklärt, daß die vier grossen Energiekonzerne seit 2002 Gewinne von 100 Milliarden Euro eingefahren hätten – auf Kosten der Allgemeinheit: “Die Stromkonzerne kassieren bei den Bürgern gleich zweimal ab, als Stromverbraucher und als Steuerzahler.”
Hier geht es zur Studie, und hier zur Präsentation.
- 8. September 2009
- Kategorie: Allgemein