Eine globalisierte Welt erfordert globalisierte Rahmenbedingungen. Die Probleme, denen wir heute ausgesetzt sind: wachsende Armut und Nord-Süd-Verteilungsprobleme, Terror, Umweltzerstörung, Klimakatastrophe, schwindende Ressourcen, Finanzkrisen sind keine Einzelprobleme, die unabhängig voneinander existieren. Sie sind alle Auswüchse eines falsch geregelten globalen Wirtschaftssystems, das zu wenig reguliert ist und wo der Profit über Mensch und Natur steht. Dies muss geändert werden. Ein entscheidender Hebel hierfür ist ein verbesserter und verbindlicher Ordnungsrahmen für die Weltwirtschaft, der die ökonomischen Prozesse mit Umwelt, Gesellschaft und kultureller Vielfalt in Einklang bringt. Diese Regeln müssen international in Kraft gesetzt und verbindlich eingehalten werden. Nationale Gesetze nützen in einer globalen Welt nichts. Die heutige Koordinierungsfunktion der G20 als Konsensgremium geht in die richtige Richtung, ist aber nicht ausreichend. Wir haben bereits einige international arbeitende Kooperationen und Institutionen. Die heute bestehenden Institutionen (UN, IWF, Weltbank, WTO) müssen jedoch reformiert und ihre Regelwerke besser verknüpft sowie durch ökosoziale Standards ergänzt werden. Eine Parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen ist einzuführen, um Ideen für eine Welt in Balance zu entwickeln und damit, in den notwendigen Bereichen, zu einer demokratisch legitimierten und kontrollierten globalen Regulierung zu kommen.