Ex-Carl-Zeiss-Chef Peter H. Grassmann neuer Leiter – Mit dem Projekt Ökoethik die Industrie- und Handelskammern zu Antreibern einer Ökowende in der Wirtschaft verpflichten
Berlin, 19. August 2010. – Mit einem weitreichend neubesetzten Vorstand und mehreren Initiativen will das Ökosoziale Forum Deutschland das Leitbild der Ökosozialen Marktwirtschaft wesentlich konsequenter im Handeln von Wirtschaft und Politik verankern. „Richtig verstandene ökologische Verantwortung
ist immer auch soziale Verantwortung. Es ist an der Zeit, dass die Verantwortung für langfristige ökologische Gleichgewichte und globale Fairness in unserem Gesellschaftsmodell besser verankert wird“, sieht Peter H. Grassmann die neue Herausforderung einer ökosozialen Marktwirtschaft.
Der neue Vorstandsvorsitzende des Ökosozialen Forums Deutschland und frühere Carl-Zeiss-Vorstandsvorsitzende will dafür mit dem Projekt Ökoethik (www.oekoethik.de) die Wirtschaftskammern in die Pflicht nehmen. Das IHK-Gesetz verpflichtet die Unternehmer auf das Leitbild des ehrbaren
Kaufmanns, und zu diesem muss heute unbestreitbar eine umfassende ökologische Verantwortung zählen, so Grassmann: „Die Vorschläge des CSR-Forums der Bundesregierung, weiterhin allein auf unverbindliche Freiwilligkeit zu setzen, reichen offensichtlich nicht. Wir fordern die Bundesregierung
zu strengeren Rahmengesetzen und zur Überarbeitung des Kammergesetzes auf. Zentrale Aufgabe der Industrie- und Handelskammern muss es werden, konkret ausgearbeitete Standards einer adäquaten Ökoethik in der Wirtschaft durchzusetzen.“ Vorreiter wie die IHKs Koblenz und Nürnberg haben bereits den Anfang gemacht mit der Erweiterung des Ehrenkodex ihrer Unternehmen für nachhaltiges Handeln.
Peter Spiegel, Leiter des Genisis Instituts für Social Business in Berlin und ebenfalls Neu-Vorstand sowie Pressesprecher des Ökosozialen Forums, sieht im Projekt Ökoethik das Muster für das neue Agieren dieses Denktanks und Lobbyisten für eine Ökosoziale Marktwirtschaft: „Nach den Enttäuschungen des Kopenhagener Klimagipfels und der dauerhaften Governanceschwäche in vielen weiteren ökosozialen Kernfragen brauchen wir konkret greifende Vorschläge für einen zielführenden ökosozialen Rahmen unserer Marktwirtschaft.“ Das Ökosoziale Forum, das bereits an der Initiative für einen Global Marshall Plan maßgeblich beteiligt war, bereitet derzeit mehrere weitere analoge Initiativen vor und sieht sich dabei durch eine aktuelle Umfrage von Emnid im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung bestätigt, nach der sich 90 % der Deutschen eine ökosoziale Wirtschaftsordnung wünschen.
Gleichzeitig plant das Ökosoziale Forum mit weiteren Partnern Hochschultage für „Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit“. In die Organisation wesentlich eingebunden ist das Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW/n) unter Leitung von Prof. Franz Josef Radermacher. „Gerade junge Menschen und angehende Akademiker können die Welt verändern. Wir haben nur dann eine Chance zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung, wenn junge Menschen aktiv beteiligt sind und die Zukunft mitgestalten. Sie müssen die eigentlichen Treiber bei der Etablierung einer weltweit ökosozial ausgerichteten Marktwirtschaft sein“, meint Radermacher.
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Das Ökosoziale Forum Deutschland setzt sich für eine ökosoziale Marktwirtschaft ein sowie für einen globalen Ordnungsrahmen, der den Prinzipien der Nachhaltigkeit und der sozialen Balance weltweit zum Durchbruch verhilft. Das Ökosoziale Forum unterstützt daher die Ziele eines Global Marshall Plans. Für Rückfragen an die im der PM genannten Personen: Dr. Peter H. Grassmann: + 49 (0)172-7340340, Peter Spiegel: +49 (0)172-1560809, media@oesf.de. V.i.S.d.P.: Peter Spiegel (Pressesprecher) Ökosoziales Forum Deutschland e.V., Platz der Vereinten Nationen 7, 53113 Bonn, Tel. +49 (0)228 915 605 280. www.oesf.de.
Artikel als pdf: okosoziales-forum-deutschland-pressemitteilung-100819