Die Nachricht kam zwar für ihn und die Welt überraschend, aber die Entscheidung der schwedischen Akademie ist eine gute.
Barack Obama hat eindringliche und lang ersehnte Hoffnungszeichen für eine bessere Welt gesetzt. Kritiker sehen die Vergabe des hoch angesehenen Preises als verfrüht an. Wer jedoch seinen Lebenslauf verfolgt und seine Bücher gelesen hat, der erkennt, dass dieser Mann schon früh die Vision einer besseren Welt hatte und diese Vision bereits seit vielen Jahren konsequent verfolgt. Als junger Absolvent einer Eliteuniversität hat er der Versuchung widerstanden eine Karriere als gut bezahlten Anwalt nachzugehen, um sich stattdessen sozial zu engagieren. Seine einfühlsamen Worte an die arabische und jüdische Welt, seinen Aufruf zu einer atomwaffenfreien Welt, sein Vorhaben das bisher Kyoto resistente Land USA in eine grüne Zukunft zu führen, und seine Bemühungen seinem Land endlich eine längst überfälligen Krankenversicherung zu geben, zeigen die Umtriebigkeit des neuen Präsidenten und sein Bestreben in der erst kurzen Regierungszeit gleich wichtige Themen anzupacken.
Der Friedensnobelpreis ist also schon eine Auszeichnung für bereits verdiente Taten. Es ist eine Auszeichnung für die konsequente Verfolgung eines Traums, der jetzt durch seine Präsidentschaft, auch kraftvoll vorangetrieben werden kann. Unterstützen wir ihn also bei der Verfolgung seiner Vision und freuen uns über die Anerkennung seiner Ziele.